Aktuelles aus der Sternwarte
... aus dem Jahr 2001
Eröffnung des neuen Planetariums in Drebach
Am 11. August wurde das neue Planetarium eingeweiht. Der Tag begann mit der Schlüsselübergabe durch Fallschirmspringer. Danach wurde das Planetarium zur Besichtigung freigegeben. Die Kurzveranstaltungen im Planetarium lockten zahlreiche Besucher an. Am Nachmittag starteten Raketenmodelle. Ein Malwettbewerb und ein Luftballonweitfliegen wurde für die jüngsten Gäste durchgeführt. Sonnenfinsternis am 21. Juni 2001 in Afrika beobachtet
Am 21.Juni 2001 konnte die erste totale Sonnenfinsternis des neuen Jahrtausends beobachtet werden. Doch in Mitteleuropa war die Sonnenfinsternis nicht zu sehen ! Vereinsmitglied Joachim Lorenz unternahm eine Reise Sambia, um die Finsternis zu beobachten. Übergabe des neuen Planetariums durch Carl Zeiss JenaDie Firma Carl Zeiss Jena übergab am Donnerstag, den 26.April, das neue Planetarium vom Typ ZKP3. Dieses Planetarium befindet sich in einer neuen Kuppel. Im neuen Auditorium finden 70 Personen Platz. Durch moderne Dia-, Video- und Tontechnik werden die Veranstaltungen im Planetarium ergänzt.
Erdnahe Kleinplaneten 2000 XG47 und 2001 GQ2 beobachtetDer erdnahe Kleinplanet mit der Bezeichnung 2000 XG47 wurde am 6.November 2000 entdeckt. Man nimmt an, dass der unregelmäßig geformte Felsbrocken einen mittleren Durchmesser von ca. 3 km besitzt. Zum Zeitpunkt der Aufnahme bewegte sich das Objekt in 43facher Mondentfernung.
Der erdnahe Kleinplanet mit der Bezeichnung 2001 GQ2 wurde erst am 14.April 2001 entdeckt. Er hat eine Abmessung von ca. 700m.
Ehrung von Prof. PenzelAm 10.April 2001 wurde dem Gründer und langjährigen Leiter der Schulsternwarte Rodewisch, Herr Prof. Edgar Penzel, feierlich der in Drebach entdeckte Kleinplanet (19022) Penzel übergeben. Damit würdigten wir den inwischen 80jährigen für seine Verdienste in der sächsischen Amateurastronomie.
Auf Astroaufnahmen, welche am 25.November 1972 in der Sternwarte Rodewisch angefertigt wurden, entdeckte Prof. Penzel die Strichspur eines bislang unbekannten Kleinplaneten. Leider erreichte die Entdeckungsmeldung, aufgrund unzureichender Kommunikationsmöglichkeiten in der ehemaligen DDR, das Minor Planet Center / USA zu spät. Die Entdeckung des inzwischen nummerierten Kleinplaneten (1866) Sisyphus wurde Paul Wild zugesprochen, der den Kleinplaneten erst 10 Tage später beobachtete. Kleinplanetenbeobachter in PRO 7Am Sonntag, den 8.April 2001, konnte man in der PRO 7 - Sendung Fokus TV den Kleinplanetenbeobachtern der Sternwarte Drebach bei Ihrer nächtlichen Arbeit über die Schultern schauen.
Vier Drebacher Kleinplaneten benanntDas Minor Planet Center bestätigte im März die Namensvorschläge für vier Drebacher Kleinplaneten. Dabei handelt es sich um folgende. (19022) PenzelDer Kleinplanet wurde am 26. September 2000 endeckt. (19022) Penzel = 2000 SR44 Discovered 2000 Sept. 26 by G. Lehmann at Volkssternwarte Drebach. Edgar Penzel (b. 1921) founded the school observatory in Rodewisch Saxony, and directed it from 1950 to 1986. In 1957, the astronomers on the observatory's staff were the first in Central Europe to watch the artificial Satellite Sputnik 1. The observatory was named for the first German astronaut, Sigmund Jähn, in 1979.
(20512) RothenbergSternfreund A. Knöfel fand diesen Kleinplaneten am 10. September 1999. (20512) Rothenberg = 1999 RW32 Discovered 1999 Sept. 10 by A. Knöfel at Drebach. Eckehard Rothenberg (b. 1938) is technical director of the Archenhold Observatory in Berlin-Treptow and in the past leader of a youth study group there. Many of the group's former members (including the discoverer) are today active amateur and professional astronomers and owe him for a considerable share of their knowledge.
(20518) RendtelAuch der Kleinplanet (20518) Rendel wurde von A. Knöfel entdeckt. (20518) Rendtel = 1999 RC36 Discovered 1999 Sept. 12 by A. Knöfel at Drebach. Jürgen Rendtel (b. 1954) is a solar physicist to the Astrophysical Institute in Potsdam and a keen amateur astronomer who has organized a study group for meteor observers in Germany (Arbeitskreis Meteore) in 1975. He has also been president of the International Meteor Organization since its foundation in 1988.
(20522) YogeshwarDieser Kleinplanet wurde am 13. September 1999 gefunden. (20522) Yogeshwar = 1999 RK40 Discovered 1999 Sept. 13 by A. Knöfel at Drebach. Ranga Yogeshwar (b. 1959), a physicist and scientific journalist, works as editor and presenter of excellent German public science television programs. His work is a most valuable contribution to the scientific education of the television audience.
Drebacher Kleinplanet nach Wilhelm Bölsche benanntDer Kleinplanet (17821) Bölsche wurde am 31. März 1998 von André Knöfel und Jens Kandler entdeckt. (17821) Bölsche = 1998 FC127 Discovered 1998 Mar. 31 by A. Knöfel and J. Kandler at Drebach. Wilhelm Bölsche (1861 - 1939) was altogether a naturalist, poet, and writer. With his book ``Das Liebesleben in der Natur'' he is considered as the father of modern popular-science books in Germany. Bölsche, an protagonist of Darwinism, wrote popular biographies on Ch. Darwin and E. Haeckel.
Im Januar 2001 wurde der Kleinplanet mit der Nummer 17821 auf den Namen Bölsche getauft. Damit folgte das Minor Planet Center der International Astronomical Union dem Vorschlag des Entdeckers. Drebacher Kleinplanet nach Sigmund Jähn benanntDer KP 17737 Sigmund Jähn wurde am 27. Januar 1998 entdeckt. Er bewegt sich zwischen den Planeten Mars und Jupiter um die Sonne. (17737) Sigmund Jähn = 1998 BF14 Discovered 1998 Jan. 27 by J. Kandler at the observatory Drebach Sigmund Jähn (b. 1937) was the first German man to travel into space. In August 1978 he spend 9 days in the then Soviet space station Salyut 6 together with the Russian commander Valery Bykovsky. Today Jähn works in the astronaut training centre of the German Research Centre for Aeronautics and Astronautics (DLR).
Mit der Benennung möchten wir Sigmund Jähn (im Bild rechts) für seine astronautischen Leistungen als erster Deutscher im All ehren. Totale Mondfinsternis beobachtetDie erste totale Mondfinsternis im neuen Jahrtausend konnte in der Nähe von Frohburg erfolgreich beobachtet.
Die Wolken zogen kurz vor Mitte der Finsternis weg, so das wir die Totalität und den Austritt des Mondes aus dem Kernschatten der Erde verfolgen konnten. zurück zur Startseite |
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